Crack und Drogenmarkt 🎥

Referent:innen: Jennifer Blaine, Florian Meyer

Abstract / Inhalt

Abstract

Thema: Crack-Konsum in der Stadt Zürich: Konsummonitoring als Mittel zur evidenzbasierten Angebotsentwicklung | Florian Meyer

Die Stadt Zürich betreibt mehrere niederschwellige Kontakt- und Anlaufstellen mit integrierten Drogenkonsumräumen, die insbesondere von Menschen mit Crack-Abhängigkeit genutzt werden. Rund 1’000 Personen nehmen dieses Angebot regelmässig in Anspruch; monatlich werden etwa 30’000 Konsumvorgänge unter medizinischer Aufsicht durchgeführt. Diese Einrichtungen fungieren als Schutzräume, in denen neben der Schadensminderung auch sozialarbeiterische und medizinische Interventionen möglich sind. Im Januar 2026 wurde ein systematisches, pseudonymisiertes Konsummonitoring eingeführt, das erstmals eine kontinuierliche und differenzierte Erfassung des Konsumverhaltens erlaubt. Innerhalb der ersten zehn Monate wurden rund 250’000 Konsumvorgänge dokumentiert und mit soziodemographischen Merkmalen verknüpft. Dadurch entsteht eine bislang einzigartige
Datengrundlage, die es ermöglicht, Entwicklungen innerhalb der Drogenszene nahezu in Echtzeit zu beobachten. Der Vortrag präsentiert erste Erkenntnisse aus dem Monitoring, zeigt dessen Potenziale für die evidenzbasierte Weiterentwicklung von Schadensminderungsangeboten auf und diskutiert methodische sowie ethische Herausforderungen. Zudem werden die Grenzen der Datenerhebung im Kontext
niederschwelliger Angebote reflektiert und Implikationen für Praxis, Forschung und Gesundheitspolitik abgeleitet.

Thema: Einblicke in den Konsum | Jennifer Blaine

Der Drogenmarkt und die Konsummuster in Großstädten wie Frankfurt am Main haben sich spürbar verändert. Während früher Heroin und Kokain das Szenebild prägten, bestimmt heute vor allem Crack den Alltag. Aus meiner langjährigen eigenen Erfahrung habe ich diesen Wandel selbst mitgemacht; durch meinen heutigen Kontakt zu Menschen in der Frankfurter Szene weiß ich , wie die Realität vor Ort aussieht. In meinem Vortrag gebe ich Einblicke in Verhaltensänderungen bei Konsumierenden, Marktdynamiken und die Herausforderung für Betroffene, wie Hilfesysteme.

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