Location: P4

  • Psychiatrie für Nichtpsychiater

    Abstract

    Thema: Von der Zufallsentdeckung zur evidenzbasierten Therapie: Die (Erfolgs-)geschichte der Psychopharmaka | Dr. Daniel Lüdecke

    Die Entwicklung der Psychopharmaka gehört zu den faszinierendsten Kapiteln der modernen Medizin. Viele der bahnbrechenden Substanzen, die heute selbstverständlich in der Behandlung psychischer Erkrankungen eingesetzt werden, verdanken ihre Entdeckung nicht gezielter Forschung, sondern glücklichen Zufällen. Die Beobachtungen der stimmungsaufhellenden Wirkung von Isoniazid, die Entdeckung der antipsychotischen Eigenschaften von Chlorpromazin oder die Wiederentdeckung von Lithium markieren Meilensteine, die die Behandlung psychischer Erkrankungen grundlegend verändert haben. Der Vortrag zeichnet den Weg von den ersten Psychopharmaka der 1950er-Jahre bis hin zu modernen, evidenzbasierten Therapiekonzepten nach. Dabei werden nicht nur die historischen Hintergründe und wissenschaftlichen Durchbrüche beleuchtet, sondern auch die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Aus einer Zeit, in der psychiatrische Behandlungsmöglichkeiten stark begrenzt waren, entstand eine differenzierte Psychopharmakotherapie, die heute Millionen Patientinnen und Patienten ein selbstbestimmteres Leben ermöglicht. Neben der Geschichte der wichtigsten Wirkstoffgruppen – Antidepressiva, Antipsychotika, Stimmungsstabilisierer und Anxiolytika – werden aktuelle Erkenntnisse zu Wirksamkeit, Sicherheit und Grenzen der Behandlung vorgestellt. Darüber soll gezeigt werden, wie sich das Verständnis psychischer Erkrankungen und ihrer Behandlung im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat und welche Herausforderungen sich für die moderne Versorgung ergeben.

    Thema: tba | PD Dr. Tobias Skuban-Eiseler

  • Netzwerktreffen Alkoholaversive Pharmakotherapie (NAP)

    Abstract

    Seit 2018 haben sich Ärzte und Einrichtungen, die Disulfiram als Rückfallschutz bei Alkoholabhängigkeit einsetzen zum „Netzwerk alkoholaversive Pharmakotherapie“ zusammengeschlossen. Aktuell sind wir etwas über 100 Ärzte, Pflegekräfte, Sozialpädagogen und Psychologen. Wir unterstützen uns gegenseitig mit Tips zu patientenbezogenen Fragen und indem wir Materialien zur rechtssicheren Behandlung zur Verfügung stellen. Unsere Grunderfahrung ist, dass Disulfiram die psychotherapeutische Behandlung entscheidend unterstützen kann, so dass auch dann noch Stabilität erreicht werden kann, wenn alle leitliniengerechten Behandlungsformen gescheitert sind. Das gilt insbesondere im Kontext der Opiatsubstitutionstherapie. Im Seminar wollen wir uns weiter vernetzen und laden deshalb ganz besonders neue Kollegen aller Fachrichtungen einladen, die noch keine eigene Erfahrung mit Disulfiram haben und sich darüber erstmals näher informieren möchten. Im Austausch lernen wir voneinander. Fortbildungsvideo dazu siehe https://youtu.be/9sVzJ5RMjcU

  • Motivational Interviewing ein kurzes Einführungsseminar mit praktischen Übungen – Teil 2 📝

    Das Seminar Motivational Interviewing besteht aus 2 Blöcken. Die Anmeldung erfolgt über den Programmpunkt Teil 1: Anmeldung

    Abstract

    Motivational Interviewing (MI) dient der Herausarbeitung von Ambivalenzkonflikten und der Förderung der Veränderungsbereitschaft der Klienten diese Konflikte selbst aktiv zu bearbeiten. MI basiert auf einer empathischen Grundhaltung, dem Herausarbeiten von
    Widersprüchen und Ambivalenzkonflikten ohne Wertung; besondere Bedeutung hat der elastische Umgang mit Widerstand ohne jegliches Argumentierens und Werten seitens des Therapeuten und die Förderung von Zuversicht.
    Ziel ist, Ambivalenzkonflikte aufzudecken und zu verstehen, den Patienten zu unterstützen seine Ambivalenzkonflikte wahrzunehmen und seine Veränderungsbereitschaft zu fördern, ausgehend von seiner konkreten Lebenssituation.
    Das bedeutet

    – Veränderungen z. B. im Lebensstil sind nur mit und durch, nicht aber für, ohneoder gar gegen den Betroffenen möglich,
    – Störungen und Widerstand im Gesprächsverlauf sind eine Herausforderung an den Therapeuten sein Vorgehen zu ändern und
    – Patienten sind von Ambivalenz geprägt sowohl gegenüber dem Status quo als auch Veränderungen ihres Lebensstils, diese Ambivalenz ist Dreh- und Angelpunkt der
    Intervention.


    Die Wirksamkeit von MI und MI-gemäßer Kurzintervention ist inzwischen vielfach untersucht und nachgewiesen worden. Im Trainingskurs werden konzeptioneller Ansatz
    sowie Prinzipien und Strategien vorgestellt, in praktischen Übungen vertieft und reflektiert mit dem Ziel, Ansatzpunkte für die eigene Wahrnehmung von Veränderungsmotivation zu erarbeiten und den elastischen Umgang mit Widerstand zu fördern.

  • Motivational Interviewing ein kurzes Einführungsseminar mit praktischen Übungen – Teil 1 📝

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    Anmeldung MI Teil 1

    10 Teilnehmer
    10 verbleibend
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    Abstract

    Motivational Interviewing (MI) dient der Herausarbeitung von Ambivalenzkonflikten und der Förderung der Veränderungsbereitschaft der Klienten diese Konflikte selbst aktiv zu bearbeiten. MI basiert auf einer empathischen Grundhaltung, dem Herausarbeiten von
    Widersprüchen und Ambivalenzkonflikten ohne Wertung; besondere Bedeutung hat der elastische Umgang mit Widerstand ohne jegliches Argumentierens und Werten seitens des Therapeuten und die Förderung von Zuversicht.
    Ziel ist, Ambivalenzkonflikte aufzudecken und zu verstehen, den Patienten zu unterstützen seine Ambivalenzkonflikte wahrzunehmen und seine Veränderungsbereitschaft zu fördern, ausgehend von seiner konkreten Lebenssituation.
    Das bedeutet

    – Veränderungen z. B. im Lebensstil sind nur mit und durch, nicht aber für, ohneoder gar gegen den Betroffenen möglich,
    – Störungen und Widerstand im Gesprächsverlauf sind eine Herausforderung an den Therapeuten sein Vorgehen zu ändern und
    – Patienten sind von Ambivalenz geprägt sowohl gegenüber dem Status quo als auch Veränderungen ihres Lebensstils, diese Ambivalenz ist Dreh- und Angelpunkt der
    Intervention.


    Die Wirksamkeit von MI und MI-gemäßer Kurzintervention ist inzwischen vielfach untersucht und nachgewiesen worden. Im Trainingskurs werden konzeptioneller Ansatz
    sowie Prinzipien und Strategien vorgestellt, in praktischen Übungen vertieft und reflektiert mit dem Ziel, Ansatzpunkte für die eigene Wahrnehmung von Veränderungsmotivation zu erarbeiten und den elastischen Umgang mit Widerstand zu fördern.

DG Suchtmedizin
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