Location: P14-15

  • Suchtstation im Dialog für Pflegende

    Abstract

    Thema: Konzept Vorstellung der Station C4 des LMU Klinikums München – Von der „alten Entzugspflege“ zur Therapeutischen Suchtpflege | Stefani Burghausr

    1. Hintergrund & Ausgangslage

    In den vergangenen zwei Jahren vollzog die stationäre Suchtbehandlung der Station C4 der LMU München einen grundlegenden Paradigmenwechsel. Das bisherige Arbeitskonzept war primär auf die reine, symptomorientierte Alkoholentgiftung mit Zeitfenstern von 21–35 Tagen und schnellen administrativen Konsequenzen bei Konsumereignissen ausgerichtet. Die Rolle der Pflege war hierbei überwiegend funktionell geprägt.

    2. Kernelemente des neuen Pflegekonzeptes („Therapeutische Suchtpflege“)

    Das neue Konzept erweitert die Qualifizierte Entgiftung zu einer ganzheitlichen, beziehungs- und prozessorientierten Therapeutischen Suchtpflege:

    · Offenes & diagnosenübergreifendes Spektrum: Behandlung aller stoffgebundenen Suchterkrankungen.

    · Ganzheitliche Integration von Begleiterkrankungen: Individuelle Mitbehandlung psychiatrischer Komorbiditäten nach Patientenwunsch.

    · Erweitertes Gruppen- & Modulangebot: Pflegegeleitete Gruppen (Skills, Info, Montags-Orga, Kochen) ergänzt durch Ergotherapie, Achtsamkeit, PME, Depression & Sucht, Sport und Wochenend-Vorbereitung.

    · Enttabuisierung von Rückfällen: Ein Rückfall wird als Erkrankungssymptom und Lernfeld verstanden. Die offene und eigenverantwortliche Ansprechbarkeit von Suchtdruck wird positiv bewertet und mittels Rückfallprotokollen im interdisziplinären Team aufgearbeitet.

    · Ressourcenorientierter Rückzugsort: Einrichtung eines Kreativ- und Ruheraums mit Abschiedsbaum (Papiervögel als Impuls für Nachfolgende), bemaltbarer Glasfront, Bücherauswahl und einem Schicht für Schicht geleerten anonymen Kummerkasten für präventive Risikominimierung.

    3. Kennzahlen der Station C4

    · Kapazität: 22 stationäre Betten (3 × 4-Bett-, 5 × 2-Bett-Zimmer) sowie 16 teilstationäre Tagesklinik-Plätze.

    · Interdisziplinäres Team: 2 Stationsärzte, 1 Tagesklinik-Arzt, 6 Psychologinnen (Stationär & Tagesklinik), 17 VK Pflegedienst Station und 2,5 VK Pflegedienst Tagesklinik.

    4. Zielsetzung & Mehrwert für Patient:innen

    Durch längere Verweildauern in der primären Abstinenzphase werden Verhaltensänderungen nachhaltig stabilisiert. Die Patient:innen erwerben praxisnahe Fertigkeiten zur Cravings-Bewältigung, Hochspannungs-Skills, Notfallpläne und Emotionsregulation – bei gleichzeitiger Wahrung ihrer Autonomie und Eigenverantwortung während des gesamten Klinikaufenthaltes.

    Thema: tba | Mario Germanus

    tba

  • Substitute und deren Nebenwirkungen

    Abstract

    Thema: Nebenwirkungen in der Substitution – Erfahrungen aus 26 Jahren | Jennifer Blaine

    Die medikamentengestützte Behandlung ist ein Lebensretter, bringt aber auch komplexe Herausforderungen mit sich. In meinem Vortrag blicke ich auf den Weg von Codein über Methadon bis Polamidon zurück. Aus der Perspektive einer Langzeitpatientin beleuchte ich die körperlichen und psychischen Nebenwirkungen, alltäglichen Ängste und die Hürden auf dem Weg aus der Substitution. Ein ehrlicher Praxisbericht über eine Behandlung, die mein Leben seit 26 Jahren prägt.

  • Kinderschutz bei Substitution

    Abstract

    Thema: Kinderschutz bei psychisch- und suchterkrankten Eltern | Constanze Froelich

    In Vortrag wird es um die Elternverantwortung als auch die Verantwortung von Ärzt*innen und medizinischen, therapeutischen und pädagogischen Personal in der Substitutionsbehandlung gehen. Welche Rechte und Pflichten gibt uns der § 4 KKG und wie können geeignete
    Unterstützungsangebote gefunden und verbreitet werden. Dazu dient der Leitfaden präventiver Kinderschutz in psychisch und suchtbelasteten Familien der Deutschen Gesellschaft Kinderschutz in der Medizin DGKIM.

    Thema: Toxikologisches Untersuchungen und Kinderschutz | Dr. Kerstin Boomgarden-Brandes

    Toxikologisches Untersuchungen und deren Ergebnisse können viele Fragen aufwerfen. Diese
    betreffen die Auswahl und Gewinnung von geeigneten Untersuchungsmaterialien, Anforderungen
    an die Diagnostik sowie den Umgang mit den Untersuchungsergebnissen. Es wird der Versuch
    unternommen Klärung herbeizuführen, unter Berücksichtigung von Richtlinien, wichtigen
    pharmakologischen Aspekte und der einschlägigen Literatur. Illustrierend werden Fallbeispiele,
    Ergebnisse einer Serie von Einzeluntersuchungen an Minderjährigen und Personen im familiären
    Umfeld dargestellt.

    Thema: tba | Prof. Dr. Maximilian Pilhatsch, Eva Carneiro Alves,

  • Gesetzliche Grundlagen in der Substitution

    Abstract

    Thema: Substitution in der Praxis – was ist zu beachten? | Heike Lange

    Voraussetzungen, Regeln und Möglichkeiten der Teilnahme an der Versorgung von opioidabhängigen Patienten in der Praxis.

DG Suchtmedizin
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